Carbon in der Praxis

Die Revolution fand vor sieben Jahren statt: Damals präsentierte Scott den Rennradrahmen “CR1”, das erste Modell aus Serienproduktion, das weniger als ein Kilogramm wog. Ein Umbruch, der die ganze Branche wandelte, denn damit war die zweite Carbonwelle im Radsport nach den achtziger Jahren losgetreten. Wissenschaftler von Universitäten, aber auch Leute aus der Praxis, die schon im Tennis- oder Golfsport Erfahrungen mit Carbon gesammelt hatten, brachten ihr Wissen ein. So purzelten in der Folge nicht nur die Gewichte vieler Fahrradkomponenten; es verbesserten sich auch gleich noch die Eigenschaften des Werkstoffs, indem sie immer präziser auf den Anwendungszweck abgestimmt wurden. Ergebnis: superleichte, prinzipiell sehr belastbare Teile. Heutzutage gibt es eine Menge Rahmen und einige Laufradsätze, die jeweils um ein Kilogramm und damit nur noch die Hälfte dessen wiegen, was noch vor 15 Jahren beim Material für Profis Standard war. Lenker und Sattelstützen unter 200 Gramm, sowie Sättel unter 100 Gramm sind ebenfalls keine Seltenheit mehr. Die Verlagerung nach Fernost hat die Produktion zudem so erschwinglich gemacht, dass heute an fast jedem Rennrad zumindest Teile aus Carbon zu finden sind. Aber: So mannigfaltig und faszinierend die Möglichkeiten sind, die Carbon bietet, so viele Fehler kann man bei dessen Einsatz machen. Der Grund dafür liegt in den physikalisch-technischen Eigenschaften des Werkstoffs. Carbon besteht aus schwarzen Kohlefasern, die in eine Matrix aus Epoxydharz eingebettet werden, welche die Formgestalt ermöglicht. Dieser Verbund kann hohe Belastungen wegstecken – allerdings nur, wenn er in der “richtigen” Richtung beansprucht wird. Im gratis PDF-Downloads finden Sie Tipps zur richtigen Handhabung von Carbon.
Hier Gratis-Bericht mit Tipps und Tricks zur richtigen "Handhabung von Carbon" downloaden »
(Quelle: Tour - Das Rennrad Magazin
)